Burkina Faso - bereits eine lange Partnerschaft

newTree ist seit 2003 in Burkina Faso tätig

In den beiden Zentren Ouagadougou und Djibo arbeiten ca. 20 einheimische newTree Berater und Beraterinnen und Techniker mit den lokalen Bauernfamilien und Frauengruppen für die Verbesserung der Lebensgrundlagen.

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Präsident ist seit 1987 Blaise Compaoré, der das Land seit dem Putsch gegen Sankara semiautoritär regiert und stabile Verhältnisse zugunsten ausländischer Investitionen geschaffen hat. Eine Übersicht bieten beispielsweise die Länderinformation von wikipedia oder aktuelle Informationen von africatime.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit in Burkina Faso

  • Die natürliche Wiederbewaldung und der Schutz der neu wachsenden Dorfwälder: Schutz, Hege und Ausbildung
  • Die qualitative und quantitative Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion anhand von Wald-Landwirtschaft: Ausbildung der Bauern und Frauen
  • Die Unterstützung bei der Schaffung neuer Einkommensquellen aus den Produkten der geschützten Flächen: Heu, Früchte, Nüsse, Honig
  • Die Verbreitung von effizienten, verbesserten Kochstellen zur Verminderung des Holzverbrauchs beim Kochen: Ausbildung und Monitoring
  • Die Inventarisierung von Biodiversität und der Biomasse der Bäume – Ausbildung und Ausrüstung der Bauern und Bäuerinnen zur Imkerei

Auch die letztjährige Saison war erfolgreich

173 Familien und Frauengruppen bewarben sich in Burkina Faso, um neue Parzellen mit Metallzäunen langfristig zu schützen. Davon konnten 27 Partner berücksichtig werden: Total wurden 82 ha ein- gezäunt, 12 Parzellen im Zentrum, 15 im Norden. Insgesamt wach- sen nun dank newTree beinahe 600 ha Dorfwälder geschützt heran.
Anhand der Bauminventare, die seit 2004 aufgenommen wurden, konnte eine Zunahme von 39% der Anzahl Bäume innerhalb ge- genüber 10% ausserhalb des Zaunes nachgewiesen werden. Zur Unterstützung der natürlichen Regeneration der Wälder wurden insgesamt 60'000 vor allem einheimische Baumarten gepflanzt.
Über 3'800 verbesserte Kochstellen wurden in 30 verschiedenen Dörfern gebaut.
Neue Einkommensquellen wurden geschaffen: 35 Partner liessen sich in Imkerei ausbilden und aus den 70 Bienenstöcken wurden insgesamt über 300 kg Honig geerntet. Zudem erzielten alle Part- ner einen Gewinn aus dem Heu und den Gräsern, die in den Parzellen geschnitten wurden.