Burkina Faso

Hauptprojekt seit 2003

Mit über 50 Mitarbeitern setzen wir an 3 Standorten Projekte in Wiederbewaldung, nachhaltiger Landwirtschaft, verbesserten Kochstellen und neuen Einkommensquellen um.

Burkina Faso

Unser grösstes Projekt

newTree engagiert sich seit 2003 in Burkina Faso. Mit den mittlerweile über 50 einheimischen Mitarbeitern unserer lokalen Partnerorganisation tiipaalga realisieren wir an drei Standorten Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung:

  • Natürliche Wiederbewaldung dank Zaunschutz – Die Einzäunung von Landparzellen durch die Bauernfamilien ermöglicht eine natürliche Wiederbewaldung durch den Schutz vor Tierverbiss und Abholzung.
  • Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft – Bauern werden in Techniken zur ökologischen Verbesserung von Bodenfruchtbarkeit  und Wasserhaushalt ausgebildet.
  • Ressourcen- und Klimaschutz dank energieeffizienten Kochstellen  Frauengruppen werden in der Herstellung holzsparender Kochstellen ausgebildet.
  • Unterstützung bei der Erschliessung alternativer Einkommensquellen – Herstellung und Verarbeitung von Agrarprodukten werden mittels Ausbildungen, Startmaterial, Verarbeitungsstätten und Mikrokrediten gefördert.

Eindrückliche Resultate

Seit Projektbeginn wurden in über 150 Dörfern mehr als 100’000 Menschen unterstützt und folgende Resultate erreicht:

  • Einzäunung von 327 Parzellen von insgesamt 981 Hektaren und 646’000 neu gewachsenen Bäumen
  • 8’100 ha Land mit nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft bewirtschaftet
  • Herstellung von 65’000 energieeffizienten Kochstellen mit jährlicher Einsparung von 33’000 Tonnen Holz
  • Ernte und Vertrieb von über 4’000 Kilogramm Reinhonig
  • Herstellung von circa 86’000 Heuballen als zusätzliche Einkommensquelle

Unser Partner vor Ort

Die lokale Ausführung der newTree Projekte in Burkina Faso erfolgt durch die Partnerorganisation tiipaalga («newTree» in der lokalen Sprache Mooré). Diese wurde 2006 als Verein nach lokalem Recht gegründet. tiipaalga zählt mittlerweile über 50 einheimische Mitarbeiter und wird durch den langjährigen Mitarbeiter Alain Traoré geführt.

tiipaalga betreibt drei Projektstandorte im Zentrum und Norden Burkina Fasos, ein ökologisches Ausbildungszentrum sowie Verarbeitungsstätten und Modellparzellen.

Tiipaalga hat sich als kompetenter und zuverlässiger Partner in Burkina Faso etabliert. So konnten zusätzliche nationale und internationale Partner und Projekte gewonnen werden, so zum Beispiel das lokale Regierungsprogramm „PGNT“, die „Grande Muraille Verte“ der afrikanischen Union, den Klimafonds Livelihoods oder die französische Entwicklungsagentur AfD.

Als eine der ersten Organisationen weltweit gelang es tiipaalga, die handgefertigten, energieeffizienten Kochstellen 2014 durch Gold Standard zertifizieren zu lassen und damit offizielle CO²-Zertifikate auszustellen. Zudem wurde tiipaalga im Jahr 2015 von der Regierung von Burkina Faso mit einem Verdienstorden ausgezeichnet.

Weitere Informationen über tiipaalga finden Sie hier.

Steckbrief Burkina Faso

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Burkina Faso ist ein Binnenland in der westafrikanischen Sahelzone mit einer Fläche von 274’200 km2 und ca. 18 Mio Einwohner. Als eines der 10 ärmsten Ländern der Welt leben über 46 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, die Alphabetisierungsrate liegt auf tiefen 25 %. Ca. 90% der Einwohner leben als Selbstversorger in ländlichen Regionen. Das Land ist geprägt von einer ca. 4 Monate dauernden Regenzeit (Mai/Juni – September) und einer langen Trockenzeit. Meist reicht die einmalige Ernte knapp für den Eigenbedarf der Familien und hängt stark vom Verlauf der Regenzeit ab.

Trotz der Armut zeichnet sich Burkina Faso durch eine gewisse Stabilität, eine intakte Bürgerbewegung und kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. 1960 endete die Kolonialherrschaft von Frankreich im ehemaligen Obervolta, französisch blieb als Amtssprache bestehen.

Ende 2015 wurde nach 27-jähriger semi-autoritärer Präsidentschaft von Blaise Compaoré der Oppositionspolitiker und ehemalige Ministerpräsident Roch Marc Kaboré zum Präsidenten gewählt.

Nach den Veränderungen der letzten Jahre sind die staatlichen Strukturen weiterhin im Aufbau und noch relativ schwach. Die Sicherheitslage ist durch die Bedrohung von islamistischen Gruppen besonders im Norden schwierig.